Allgemeiner Politik Thread

Dieses Thema im Forum "Archiv - Off Topic" wurde erstellt von Niedersachse, 15. November 2008.

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  1. slemke

    slemke

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    :tnx: 100% Zustimmung. Diese Panikmache vor der Linke hat irgendwie Westerwelle eingeführt, als er vor einem neuen Sozialismus in Deutschland warnte. Das war als der Vorschlag der Linken kam, die Banken zu verstaatlichen. :crazy:
     
  2. Und wer sollte die Innenpolitik der Linken mit höheren Hartz 4- Sätzen, Kinderbetreuung für alle und hohem Mindestlohn und wasweißichnochalles finanzieren? Mehr Steuern? Für mich ist das die größte Dampfplaudererpartei der Republik, deren Anhänger sich ganz schön wundern würden, wenn sie auf Bundesebene regieren würde.
     
  3. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Da würde schon eine anständige Vermögensteuer in Verbindung mit der Einstellung von ein paar tausend Steuerfahndern locker reichen.

    Und wer soll bitte später die Renten und Sozialleistungen für das Heer der Niedriglöhner bezahlen, dass durch die asoziale, marktradikale und menschenverachtende Politik von FDP und CDU geschaffen wurde?
     
  4. Einfache Lösung: Rente erst mit 78 Jahren ;)
     
  5. SRKKGURU

    SRKKGURU

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    Nein, nicht das ich wüßte und letzter Satz: Du hast da Recht !
    Es gibt auch viele SED Mitglieder als auch Mitläufer, die sogenannte IM waren. Die dürfen zb. in Deutschland kein öffentliches Amt bekleiden und werden auch aus diesen entfernt.
    Ich kann mir ebenfalls vorstellen, daß in der "Die LINKE" ebenfalls noch IM sind. Was machen wir mit Denen, wenn sie mal ein öffentliches Amt bekleiden sollen ?
     
  6. ptotheizzo

    ptotheizzo

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  7. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Die schlimmsten Reformen fanden aber unter Rot-Grün statt. So traurig das auch ist.
     
  8. :tnx:
    Keine Partei hat den Sozialstaat so ruiniert wie die SPD. Ich verstehe gar nicht, wie man diese Partei noch wählen kann.
     
  9. Felissilvestris

    Felissilvestris

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    Selten so viel Schwachsinn gelesen, sorry. Vielleicht sollten einige mal das Gespräch mit den Opfern des DDR-Regimes führen. Für viele war die Wahl Ramelows zum MP ein Schlag ins Gesicht. Noch heute sind viele Leute von der Stasihaft inkl. der "erweiterten Verhörmethoden" so traumatisiert, dass sie durch die Spätfolgen arbeitsunfähig sind. Während diese Menschen eine geradezu lächerliche Opferrente erhalten werden die Verbrecher von einst mit dicken Pensionen oder Ämtern versorgt.

    Man kann ja gerne etwas gegen die Politik der Unionsparteien oder der FDP haben, aber diese als "menschenverachtend" zu bezeichnen und gleichzeitig die Linke zu verteidigen ist schon grotesk. Mir fehlen da wirklich nahezu die Worte. Vielleicht sollten einige Leute mal ihr Geschichtswissen auffrischen. Der realexistieren Sozialismus hat Millionen von Menschenleben vernichtet. Egal in welcher Form.
     
  10. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Du mit Deinem überragenden Geschichtswissen wirst mir ja sicherlich erklären können, was der gebürtige Niedersachse Ramelow mit dem Terror Stalins (Große Säuberungen in den 30ern und zuvor die Zwangskollektivierung) zu tun hat. Die DDR war zwar ein Unrechtsstaat, aber Millionen vernichteter Menschenleben kann man ihr nun wirklich nicht anlasten.

    Merkel war FDJ-Sekretärin und Ramelows Vorgängerin Lieberknecht seit 1981 Mitglied der Blockflöten-CDU. Beide haben sich also aktiv und freiwillig am politischen System der DDR beteiligt, während Ramelow Gewerkschafter in der Bundesrepublik war. Es war zwar mit Nachteilen verbunden, nicht in die FDJ einzutreten (Studienplatz, etc.), es gab aber keinerlei Zwang, sich in ein Amt wählen zu lassen.

    Die heutige Partei Die Linke hat mit dem SED-Staat auch nicht mehr zu tun als die CDU mit den Nazis und sogar wesentlich weniger als die CDU der 50er mit den Nazis. Nochmal: Es gibt keinen einzigen Politiker in der Linken, der heute ein wichtiges politisches Amt ausübt und in der DDR ebenfalls ein solches bekleidete.

    Dieses ewige Eindreschen auf die Linke als angebliche SED-Nachfolgepartei ist verlogen, fantasielos und geradezu hinterhältig.
     
  11. slemke

    slemke

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    Was wir mit den ehemaligen IM machen, die ein öffentliches Amt bekleiden sollen? Das gleiche was in den 50er und 60er Jahren in der BRD gemacht wurde als viele ehemalige SS oder NSDAP Mitglieder Richter, Minister, Professoren etc. wurden: ignorieren, tollerieren, totschweigen, weg gucken :(
     
  12. slemke

    slemke

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    :zzz::face:
     
  13. neuman

    neuman

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    :tnx:
    Gut zusammengefasst!
    Unfassbar, dass es Menschen gibt, die vermutlich eine Schule besucht haben und trotzdem auf der einen Seite die Linke verteidigen und auf der anderen Seite die Politik von Union und FDP als "menschenverachtend" bezeichnen.
    Was bitte soll daran menschenverachtend sein? Man muss schon eine ziemlich frustierte Existenz sein, wenn man zu solch einer schrägen Wahrnehmung der Realität kommt. Oder was sonst führt zu dieser ideologischen Verblendung?
    "Menschenverachtend" war die Politik des DDR-Regimes, nicht aber die Politik der Bundesrepublik, weder unter Union und FDP noch unter Union und SPD und auch nicht heute.
    Diese Verhöhnung der Opfer des DDR-Regimes kotzt mich an.
     
  14. neuman

    neuman

    Ort:
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    Ist das ernst gemeint?
     
  15. Ein Vorwurf, den man gegen den noch immer existierenden Kapitalismus sicher auch erheben kann.

    Frag doch einfach mal z.B. die Menschen, die vor Lampedusa im Mittelmeer treiben, und das zu Zigtausenden, was denn an der EU-Politik menschenverachtend ist.
     
  16. neuman

    neuman

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    Es ging m.E. um die Innenpolitik von Union und FDP und nicht um EU-Politik.
    Lampedusa hat nichts damit zu tun.

    Trotzdem kann man darüber reden. Ist dann aber ein anderes Thema.
    Was genau findest Du denn an der EU-Politik menschenverachtend?
     
  17. neuman

    neuman

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    Fällt Dir etwas besseres ein als ein kapitalistisches Wirtschaftssystem?
     
  18. Selbst bei dem Thema sehe ich da so einiges, was ich als "menschenverachtend" ansehe: wenn man z.B. den "Wert" eines Menschen daran bemisst, welchen (wirtschaflichen) Nutzen er für die Gesellschaft haben kann. Was dann zu solchen Ausfällen wie die von Phillipp Mißfelder führt: "Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen."

    Wir wissen, dass sich jedes Jahr zigtausende Menschen aus Not auf den Weg zu uns machen. Reaktion der Politik: sie schafft fast keineMöglichkeit, legal in einige der reichsten Länder der Welt zu kommen. Stattdessen investiert sie Abermillionen in Grenzanlagen, um diese unüberwindbar zu machen. Übrig bleiben nur Wege mit einem extrem hohen Risiko. Deswegen treiben auch in diesem Moment wieder Männer, Frauen, Babies mit dem Gesicht nach unten im Mittelmeer. "Menschenverachtend" finde ich da durchaus einen passenden Begriff.
     
  19. Zum Beispiel die Gemeinwohl-Ökonomie.


    Allerdings ging es bei meiner Bemerkung auch eher um die vorangegangene Argumentation: "Der Sozialismus" (auch wenn ich das System Erich Honeckers gar nicht als Sozialismus bezeichen würde, aber das nur am Rande) hat Menschenleben gekostet, also darf man ihn nicht gutheißen. Wenn man der Ansicht ist, ein System, das zig Menschenleben gekostet hat, sei nicht erstrebenswert (was ich im Grunde ebenso sehe), dann kann man auch den Kapitalismus nur schwerlich gutheißen.
     
  20. neuman

    neuman

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    Da hast Du meine volle Zustimmung. Aber ich sehe Mißfelders Äußerung nicht als repräsentativ für den Geist in der Union an. Wenn man denen "menschenverachtende" Politik vorwirft, dann sollte man das an den Gesetzen festmachen, die sie beschließen, oder an offiziellen Parteiprogrammen. Sich eine Person herauszupicken, die vor mehr als 10 Jahren mal etwas dummes gesagt hat, ist da wenig überzeugend.



    Ob es richtig wäre, eine Möglichkeit zu schaffen, dass alle Leute, die nach Deutschland wollen, auf legalem Weg hierher kommen können, kann ich nicht beurteilen.
    Solange aber nicht jeder Weg nach Europa legal ist, ist es konsequent, die Grenzen zu schützen. Jeder weiß, dass dieser Weg über Lampedusa nicht legal ist. Trotzdem versuchen täglich Menschen auf diesem Weg nach Europa zu kommen, die genau wissen, dass ihr Vorhaben illegal ist. Aber die Boote werden nicht mit militärischer Gewalt ferngehalten. Die Menschen werden auch nicht sofort zurückgeschickt, sondern ihnen wird geholfen, sie werden auf europäisches Land gelassen.
    Menschenverachtend finde ich das nicht.