Werders Meisterspieler Michael Kutzop wird 70!

Michael Kutzop im Werder-Trikot.
Michael Kutzop wurde mit Werder Deutscher Meister (Foto: nordphoto).
Geburtstag
Montag, 24.03.2025 / 09:00 Uhr

Von Martin Lange

Er lief in insgesamt 121 Spielen für den SV Werder in der Bundesliga auf, wurde 1988 mit den Grün-Weißen Deutscher Meister und verwandelte während seiner gesamten Erstliga-Zeit in Bremen und zuvor bei Kickers Offenbach alle seiner 40 Elfmeter – bis auf einen. Nun feiert Michael Kutzop seinen 70. Geburtstag.

Im polnischen Lubliniec geboren und 1968 mit seiner Familie nach Deutschland übergesiedelt, spielte Michael Kutzop schon als Jugendlicher für Kickers Offenbach. 1983 schaffte er mit dem hessischen Traditionsclub den Aufstieg ins Fußball-Oberhaus. Nach dem direkten Wiederabstieg wechselte der großgewachsene Abwehrspieler im Alter von 29 Jahren an die Weser. Und folgte damit seinem Freund Rudi Völler, der bereits seit zwei Jahren in grün-weiß spielte und seinen Vertrag zur Freude aller, die es mit Werder hielten, vor der Saison 1984/1985 trotz lukrativer Angebote großer Clubs verlängert hatte.

Michael Kutzop fügte sich in Bremen glänzend ein, erzielte bei seiner Bundesliga-Premiere für Werder im Weserstadion am ersten Spieltag wenige Minuten vor dem Abpfiff den Siegtreffer zum 1:0-Erfolg gegen Bayer Uerdingen. Am Ende der Spielzeit waren die Grün-Weißen Vize-Meister, knapp hinter dem FC Bayern München. Und als sich dieses Szenario auf dramatische Weise ein Jahr später wiederholte, stand Kutzop nicht unwesentlich im Fokus. Der Titelkampf zwischen Werder und Bayern gipfelte im direkten Aufeinandertreffen am vorletzten Spieltag der Saison 1985/1986. Ein Sieg im Weserstadion hätte den Grün-Weißen den Meistertitel gesichert.

Und tatsächlich bekamen die Gastgeber genau diese Möglichkeit wenige Minuten vor dem Abpfiff – es stand noch 0:0 – durch eine umstrittene Strafstoßentscheidung von Schiedsrichter Volker Roth. Dass Michael Kutzop, zur damaligen Zeit anerkanntermaßen einer der sichersten Elfmeterschützen der Liga, den Ball nur an den von ihm aus gesehen rechten Pfosten setzte, gilt seitdem gemeinhin als Grund dafür, dass der SV Werder trotz 31 (!) Saisonspieltagen an der Tabellenspitze den Münchenern im Jahr 1986 den Meistertitel überlassen musste.

Deutscher Meister und Wunder von der Weser

Vergessen wird dabei: Auch nach dem 0:0 im Weserstadion gingen die Grün-Weißen noch mit zwei Zählern Vorsprung in den finalen Saisonspieltag. Ein Zähler beim VfB Stuttgart hätte gereicht, um die Schale in die Höhe zu halten. Doch Werder verlor mit 1:2, Bayern zog mit einem 6:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach gleich und wies am Ende das um neun Treffer bessere Torverhältnis auf.

Während Rudi Völler, mit dem Michael Kutzop bis heute eine Freundschaft verbindet, noch ein weiteres Jahr beim SV Werder spielte, ehe er 1987 zu AS Rom wechselte, konnte Kutzop 1988 endlich die Meisterschale in den Händen halten. 1990 beendete er im Alter von 35 Jahren seine Profikarriere – nach 155 Pflichtspielen mit insgesamt 27 Treffern im Trikot der Grün-Weißen.

„Michael Kutzop hatte einen großen Anteil daran, dass wir während seiner Werder-Zeit nicht nur Deutscher Meister geworden sind, sondern auch zweimal Zweiter und einmal Dritter. Unvergessen ist außerdem, dass er beim 5:0 gegen Dynamo Berlin, einem der ‚Wunder von der Weser‘, während der gesamten Spielzeit auf dem Platz stand“, würdigt Werder-Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald die Verdienste Kutzops. „Der Sport bringt es mit sich, dass wir uns weniger an die vielen erfolgreich verwandelten Elfmeter erinnern als an den einzigen nicht verwandelten. Der eindrucksvollen Karriere von Michael Kutzop wird das jedoch nicht gerecht.“

Der SV Werder Bremen gratuliert Michael Kutzop herzlich zum 70. Geburtstag!

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