Sechs Tore, aber nicht alles "eitel Sonnenschein"

Unerbittlich jagte Werder nach Toren, etwa Clemens Fritz, der ein Diego-Zuspiel zu einem Schuss in den Winkel weiterverarbeitete.
Profis
Samstag, 14.10.2006 / 22:00 Uhr

Am Ende klappte einfach alles. Der Werder-Fußball machte so viel Spaß, dass sich Clemens Fritz trotz einer 4:0-Führung in der 88. Minute selbst noch zu einem Sprint überredete.

Am Ende klappte einfach alles. Der Werder-Fußball machte so viel Spaß, dass sich Clemens Fritz trotz einer 4:0-Führung in der 88. Minute selbst noch zu einem Sprint überredete. "Ich stand da so an der Außenlinie und sah zu wie Diego den Ball führte, da dachte ich mir, dass ich jetzt auch noch mal mit aufrücken könnte. Als er dann den Ball zu mir passte, wollte ich den Ball genau da oben unter die Latte setzen und da war er auch schon drin. Das war perfekte Zusammenarbeit."

 

So einfach sich die Beschreibung des fünften Tores anhört, so einfach fiel es den Werderanern am Samstagnachmittag lange Zeit nicht, ihre optische Überlegenheit in Tore zu verwandeln. Die magere 1:0-Pausenführung war fast schon etwas enttäuschend. Klaus Allofs bestätigte die Gemütslage in der Halbzeitpause:

"Trotz des Ergebnises war heute nicht alles eitel Sonnenschein. Wir müssen dieses Spiel viel früher entscheiden. Das frühe Tor hat uns zuviel Sicherheit gegeben." Torsten Frings dazu: "Da haben wir gemerkt, dass es zu einfach geht und zu viele unserer Angriffe nur verpuffen lassen."

 

Die Ansprache des Trainers in der Pause brachte jedoch die Wende. "Er hat uns aufgefordert wieder die einfachen Bälle zu spielen", so Frings, der den Treffer zum 2:0, als Knackpunkt im Spiel ausmachte. "Danach konnten wir eigentlich machen, was wir wollten." Auch Klaus Allofs war danach sehr zufrieden. "In der zweiten Halbzeit haben wir unsere totale Überlegenheit in Tore umgesetzt. Wir haben alle Dinge gezeigt, die man braucht, um gut Fußball zu spielen. Wir waren stark in den Zweikämpfen, haben Einsatz und Kreativität gezeigt."

 

Richtig genossen hat die abschließende "Vier-Tore-in-14-Minuten-Gala" Christian Schulz. Der Werder-Profi, der erneut im Mittelfeld zum Einsatz kam, sagte euphorisch: "Wir haben es dann richtig schön runtergespielt. Das hat jedem von uns Spaß gemacht, aber bestimmt auch jedem in Deutschland, der das Spiel gesehen hat, sofern er kein Bochum-Fan war."

 

Viel Applaus von den Rängen des Rewirpower-Stadion, gab es dennoch für die Grün-Weißen. Einerseits konnten spätestens in der Schlussphase einige VfL-Fans dem Spektakel-Fußball der Bremer nicht entziehen, andererseits konnte Werder wieder einmal auf die Unterstützung seiner mitgereisten Fans zählen, die sich weit über den Gästeblock hinaus im Stadion breit gemacht hatten. Klaus Allofs war begeistert: "Ich weiß gar nicht, wo die alle ihre Karten herbekommen.

Wir haben nicht nur viele Fans, sondern offenbar auch besonders erfindungsreiche dazu." Allofs weiter: "Jeder, der heute aus dem Stadion nach Hause fährt, kann sich sagen, dass er einen wichtigen Beitrag geleistet hat. Denn diese großartige Unterstützung trägt die Mannschaft." Außerdem sieht Allofs die Anhänger auch durch das Ergebnis belohnt. "Die Statistik hat schon vor dem Spiel gezeigt, dass Bochum ein gutes Pflaster für uns ist, aber an einen 6:0-Auswärtssieg kann ich mich jetzt nicht so schnell zurückerinnern. Das ist sicher ein besonderes Ergebnis."

 

von Michael Rudolph und Enrico Bach

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